Eigentlich hab ich mich ja auf den Film gefreut, den ich gestern mit Andrea und meinen Eltern im Kino gesehen habe. Dabei musste ich erstmal wieder feststellen, dass es der ganzen Kinobranche eigentlich gar nicht schlecht gehen kann. 8 Euro pro Karte – keine Ermäßigung – und dabei fast ganz ausverkauft. Dazu noch Popcorn, ‘ne Cola und man ist bei über 50 Euro für 4 Personen…! Die sollen sich nochmal beschweren.

Aber mal zum Film, zu “Der seltsame Fall des Benjamin Button” – der für 13 Oskars nominiert ist, oder? Die Geschichte und Idee stammt von Fitzgerald. Ein Baby wird als alter Greis geboren und entwickelt sich körperlich und geistig von alt nach jung. Das klingt erstmal sehr spannend und wurde dennoch stark umgeschrieben, um es in einen 166 Minuten langen Hollywood-Film zu packen. In dem nämlich, wird Brad Pitt zwar als alter Greis geboren, entwickelt sich gesitig aber normal und wird nur körperlich immer jünger. Außerdem wächst Button im Film nicht bei seinen Eltern auf, sondern wird von dem Vater direkt nach Geburt, bei der die Mutter starb, auf eine Treppe, zusammen mit 18 Dollar, eines Altenheims gelegt, wo ihn die schwarze Queenie findet und bei sich aufnimmt.

Somit wächst der immer jünger werdende Greis Benjamin zwischen alten Menschen auf – was alleine schon komisch ist. Eigentlich liegt auch in dieser Zeitspanne die Stärke des Films. Wenn ein 75 Jähriger noch nie eine Frau hatte und im Bordell entjungfert wird, sein erstes Bier trinkt, mit Zinnsoldaten spielt, auf einem Schlepper als Matrose anheuert oder das erste Mal von Alkohol brechen muss. Darin liegt die Komik des Films, finde ich.

Doch mit zunehmender körperlicher Verjüngung beginnt die Liebestragödie mit Daisy (Cate Blanchett). Die beiden lernen sich bereits im Kindesalter kennen und Daisy weiß um das “Anderssein” von Benjamin und trotzdem entwickelt sich schon früh eine Beziehung zwischen den zweien. Beide treffen sich mit dem Höhepunkt ihrer Liebe in der Mitte des Alters – nur das Benjamin immer jünger wird und Daisy immer älter. So dass Benjamin sie verlässt, um ihr und seiner Tochter ein normales Leben zu ermöglichen.

Zum Ende hin wird der langatmige Film dann doch sehr raffend, sodass die Kindheitsjahre, also Benjamin als körperlicher Teenager, als Kind und Baby in 10 Minuten abgehandelt sind, und er schließlich im Arm der alten Daisy als Baby “stribt”. Die Geschichte selbst wird aus den Tagebüchern des Benjamin Button erzählt, die von seiner eigenen Tochter am Sterbebett von Daisy vorgelesen werden.

Ich fand den Film “naja”. 166 Minuten können schon verdammt lang sein. Die erste Stunde ist noch ansprechend, weil eben komisch, wenn ein alter Greis in Wirklichkeit erst 15 ist und sein erstes Bier trinkt. Überzeugend gespielt von Brad Pitt, etwas kalt von Cate Blanchett. Die Liebestragödie zwischen den beiden fand ich langweilig, nicht bewegend und das Ende sehr unbefriedigend. Dass er als Baby stirbt, ist vor dem Film schon klar, nur ihn dann wirklich einfach so sterben zu lassen im Arm von Daisy – puh…langweilig. Eine Begegnung zwischen Benjamins Tochter und Benjamin als Vater selbst, wäre vielleicht gut gewesen.

Als dann noch nach dem Film zwei Freundinnen mit ganz glasigen Augen aus dem Film kamen, konnte ich mir das auch nicht erklären. :huh: Die erste Stunde war gut – die beiden folgenden langatmig und langweilig und das Ende doof![1] Die ursprüngliche Kurzgeschichte hat mehr Potential gehabt…

FMDb - Bewertung: 1,5/5

  1. Den Kolibri ganz am Ende hätte man weglassen können, ehrlich! []
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  1. ging mir genauso. war gestern abend auch drin^^
    Nach und nach wurds immer länger und ich hab irgendwann auf die uhr geguckt wanns denn vorbei ist^^

  2. Reply to this comment
    Jonas

    alta -.- dir kann mans iwie echt nicht rechtmachen… :-( :rolleyes: ;-)

  3. @Jonas: Doch mit der DVD die du von mir hast schon ;-)

  4. Reply to this comment
    Mone

    Wuah, die Wertung is ja ma voll hart! Ok, die Verteilung von den Altersabschnitten war vielleicht n bisschen ungünstig, aber die Leute müssen ja auch erst ma in die Handlung eingewiesen werden.. Aber ich denke auch, dass der Film eher was für Frauen ist. Ich fand ihn gut und würde ihn mir auch nochma angucken!

    Ps:Er war halt trauig, Doofi!

  5. Bei dem hat mich schon die Story so abgeschreckt, das ich ihn nicht mehr sehen wollte :D

  6. Den Titel hast Du doch von mir geklaut :-P

    Beim Kolibri musste ich an die Simpsons-Folge The Debarted denken, wenn Ralph zum Schluss bei der Ratte (wie bei The Departed) sagt, sie stünde für “obviousness”.
    Wirklich, das mit dem Kolibri war wirklich albern und überflüssig.
    Vor allem steht der doch eigentlich für den Käpt’n, warum stirbt der, wenn die Frau stirbt?
    Oder ging es um diese Geschichte mit der Unendlichkeit? Hab dem Käpt’n nicht so richtig zugehört, bin vielleicht auch ein bisschen im Kino eingeschlafen.

  7. werd ihn mir wohl trotzdem mal antun.

  8. @Simon: Es sei dir erlaubt ^^

  9. Okay, für mich hat sich der Film jetzt auch erledigt :D

  10. Für mich hört sich der Film auch nicht gerade spannend an. Aus der Idee hätte man sicherlich mehr machen können, als ne langweilige Liebesschnulze….

    Halt so ein typischer Weiberfilm!

  11. Oh wow! Die erste negative Kritik…

  12. ich fand den geil war übrigends der im saal der die kacke gelabert wo haste gehockt war genau zur selben zeit da :D war acuh der der in der werbung erst reinkam weil er im dingdong gemütlich gegessen hat :D

  13. ups falsch geguckt war gestern da nit vorgestern

  14. @tg: LooooL, ich war auch noch im DingDong vorher. Warst du echt der, der vorne links saß und die restlichen Leute genervt hat? :-D

  15. @tg: PENIS! ^^

  16. Ich werde ihn mir dennoch ansehen weil ich ein Brad Pitt Fan bin, und bei “Rendezvous mit Joe Black” gab es auch von meinen Bekannten so eine ähnliche Kritik und mir hat er Hammermäßig gut gefallen. Bin da warscheinlich ein wenig Betriebsblind als FAN :)

    Lg,
    Rewolve44

  17. [...] so langweilig wie Yannick fand ich ihn allerdings nicht. Auch das Ende fand ich doch relativ befriedigend… Aber in [...]

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